wer nicht denken will fliegt [sich selbst] raus
joseph beuys und die gestaltung der zukunft

ausstellung
universitäts- und landesbibliothek düsseldorf
28. okt 2021 bis 20. jan 2022
hans albrecht lusznat, beuys boxt, 8.10.1972, nr. 17 0169-24a, 1972
hans albrecht lusznat, beuys boxt, 8.10.1972, nr. 17 0169-24a, 1972

»wenn ich zum Beispiel, wie auf der documenta 1972, einen boxkampf bestreite, dann ist das ein boxkampf für direkte demokratie, das heißt: für einige zuschauer wird eine kampfsituation dargestellt. die drückt aber symbolisch nichts anderes aus als diesen kampf für eine humane zukunft.« joseph beuys, 1978a

die ausstellung »wer nicht denken will fliegt [sich selbst] raus« im foyer der universitäts- und landesbibliothek der heinrich-heine-universität stellt joseph beuys’ boxkampf für die direkte demokratie durch volksabstimmung in den mittelpunkt. beuys’ kampf am 8. oktober 1972, dem letzten tag der documenta 5, steht symbolisch für den eigenen verschleiß und die absolute präsenz, ohne die laut beuys nichts neues entstehen kann. in vier runden steigen die besucher*innen im ausstellungsrundgang gedanklich mit dem künstler und denker joseph beuys in den ring. das zusammenfallen von beuys’ lebenslauf und werklauf, seiner kunst und seinem leben, findet sich im boxkampf wieder. analogien zwischen dem boxsport und beuys’ lebenslangem kampf werden anhand zentraler boxbegriffe und ausgewählter objekte, darunter bestände der sammlung der universitäts- und landesbibliothek, untersucht und entwickeln eine neue perspektive auf das schaffen eines der wichtigsten künstler des 20. jahrhunderts. der kampf um leben und tod, im ring wie in der gesellschaft, ist der kampf um die gestaltung der zukunft.

kuratiert von anne-marie franz und inga nake 

universitäts- und landesbibliothek
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heinrich-heine-universität düsseldorf
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universitätsstr. 1
40225 düsseldorf