plastische demokratie
die formen des wir

labor
gustaf-gründgens-platz vor dem düsseldorfer schauspielhaus
8. jun bis 29. sep 2021
plastische demokratie
plastische demokratie

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»so wird letzten endes, wenn man utopisch denkt [besser gesagt überhaupt denkt], die ganze welt zur akademie.« joseph beuys, 1969b

»Plastische Demokratie. Die Formen des Wir« ist ein Labor. Von Juni bis September 2021 entfaltet es sich online und im öffentlichen Raum in Düsseldorf. Die vielgestaltige Versuchsanordnung nimmt den 100. Geburtstag von Joseph Beuys als Anlass, seine Impulse zur radikalen Mitgestaltung der Demokratie nach den Prinzipien der Skulptur zu beleuchten und diese im Hinblick auf heutige Herausforderungen zu prüfen. 

Verhandelt werden dabei die zentralen Themen unserer Zeit: das politische System, Klima, Kapital, Digitalisierung, Bildung und Zusammenleben. Hinter dem kollektiv erarbeiteten Projekt stehen die Kunstakademie Düsseldorf, die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, raumlaborberlin und das Projektteam »beuys 2021«. Gemeinsam laden sie Architekt*innen, Künstler*innen, Wissenschaftler*innen, Studierende und Besucher*innen ein, mit ihnen die Ideen von Beuys zu erforschen und zu diskutieren, zu kontextualisieren und zu aktualisieren. 

Den Nukleus des Vorhabens bildet eine experimentelle, von raumlaborberlin entwickelte Architektur auf dem Gustaf-Gründgens-Platz: vor dem Düsseldorfer Schauspielhaus im Zentrum der Stadt. Hier – in dieser zugleich als Bühne, Bild und Bau dienenden Struktur – werden wegweisende radikaldemokratische Modelle erforscht und verglichen. Es werden Utopien, Ideen, Pläne für eine demokratischere Demokratie diskutiert und verhandelt. Und es wird zusammengelebt. Ob Kochen, Essen, Arbeiten oder Abhängen, Sprechen, Performen oder Wohnen: Teilen und Teilhaben sind integrale Bestandteile des angestrebten Denkprozesses wie des Forschungsvorhabens. 

 

künstlerische leitung: eugen blume und catherine nichols (»beuys 2021«); frauke gerstenberg, andrea hofmann und markus bader (raumlaborberlin); ludger schwarte (kunstakademie düsseldorf); timo skrandies (heinrich-heine-universität)

 

Auftakt

8. bis 15. Jun 2021

Was fehlt uns? Wofür kämpfen wir? Wie sollte unser politisches System aussehen? Mit welcher Art von Demokratie können wir der Zukunft begegnen? Diese und ähnliche Fragen versucht eine Reihe von Vorträgen und Gesprächen zu adressieren, die zum Auftakt des Projektes »PLASTISCHE DEMOKRATIE« in Düsseldorf stattfinden. Es werden zwar keine „Boxkämpfe für direkte Demokratie (durch Volksabstimmung)“ zu erwarten sein, wohl aber sehr unterschiedliche Ansätze, vor allem aus dem Bereich der politischen Philosophie, mit denen wir unser Gespräch und unsere Arbeit beginnen, im Abgleich zu den Impulsen von Joseph Beuys und im Blick auf heutige Notwendigkeiten und Herausforderungen. 

 

Modelle

9. Jul bis 29. Sep 2021

Die Modelle widmen sich der Untersuchung von 100 radikaldemokratischen Projekten. Diese Projektsammlung stellt einerseits Beuys’ politische Aktionen in einen historischen Kontext. Andererseits bietet das online-Archiv einen Einblick in zahlreiche Versuche, wahrhaftig demokratische Strukturen in der Gesellschaft zu etablieren. Vom 9.7. bis 29.9.2021 sind alle eingeladen, die interaktive Modelldatenbank vor Ort auf dem Gustaf-Gründgens-Platz sowie online einzusehen und selbst zu erweitern.

 

Parlamente

27. bis 28. Aug 2021

Die Parlamente bieten die Bühne für eine Debattenreihe zu den Hauptthemen der »Plastischen Demokratie«: Politisches System, Klima, Kapital, Digitalisierung, Bildung und Zusammenleben. Es debattieren jeweils zwei Teams zu einer noch heute hochaktuellen These von Joseph Beuys. Die Demokratisierung des Gelds, eine politische Partei für Tiere und politische Teilhabe sind nur drei konkrete Themen, die in Teams und mit dem Publikum diskutiert werden.

 

Live-In-Lab

22. bis 29. sep 2021

Das Live-in Lab findet in der von raumlaborberlin entworfenen experimentellen Architektur vor dem Düsseldorfer Schauspielhaus auf dem Gustaf-Gründgens-Platz statt. Teil des Live-In-Lab sind das Erkunden und Vergleichen der Modelle, das Diskutieren und Verhandeln von Ideen und das Zusammensein, -arbeiten, -denken, -essen und -wohnen vor Ort. Interessierte finden hier ab Juli den Open Call zur Teilnahme! Das Team der »Plastischen Demokratie« freut sich auf zahlreiche Bewerbungen.

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