leere kisten als plastisches thema bei joseph beuys

ausstellung
kunstmuseum villa zanders
7. mai bis 8. aug 2021
joseph beuys vor der kunstakademie düsseldorf bei der arbeit an den intuitionskisten
joseph beuys vor der kunstakademie düsseldorf bei der arbeit an den intuitionskisten

»Das, was die Menschen heute immer so als Parole rausbrüllen: Erweitertes Bewusstsein. Das erweiterte Bewusstsein ist die Intuition.« joseph beuys, 1970d

in zahlreichen sammlungen befindet sich eine kleine kiste aus fichtenholz, von beuys innen mit dem wort »intuition« und zwei waagerechten strichen versehen, rückseitig signiert und datiert. von diesem – auf den ersten blick – unscheinbaren objekt sind rund 12 000 exemplare produziert worden. jedes dieser multiples hat beuys bearbeitet, »… denn die dinge muss ich ja alle selber machen, sonst werden sie nichts«. joseph beuys 1971 sowohl für beuys als auch seinen verleger wolfgang feelisch, den gründer des vice-versands, stellt die intuitionskiste das multiple mit der höchsten auflage dar.

die ausstellung gibt einblick in die entstehungsgeschichte und variationen dieses multiples, z.b. durch künstler wie mauricio kagel und alfonso hüppi. darüber hinaus soll das plastische thema der »leeren kiste« bei joseph beuys untersucht werden. von der »gummierten kiste« (1957) über die »mit schwefel überzogene zinkkiste (tamponierte ecke)« (1970) bis zur grafikserie »wandernde kiste« (1980) zieht es sich durch sein werk. beuys selbst hat es zu seiner lebenskrise mitte der 1950er-jahre in beziehung gesetzt.

kuratiert von hartmut kraft

Kunstmuseum Villa Zanders
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Konrad-Adenauer-Platz 8
51465 Bergisch Gladbach