heiner goebbels:
a house of call. my imaginary notebook (2020)

konzert
ensemble modern orchestra in der tonhalle düsseldorf
7. september 2021
heiner goebbels, ruhrtriennale 2012
heiner goebbels, ruhrtriennale 2012

»die idee der musik ist eine mehr zukünftige und keine, die sich auf die vergangenheit beziehen darf.« joseph beuys, 1985d

zu einem beuys-jubiläum 2021 gehören auch dessen ausstrahlung auf die nachbarkünste und auf zeitgenössische werke von künstler*innen, die ohne die impulse, arbeitsweisen, und themen von joseph beuys kaum denkbar gewesen wären. von dessen musikalischen fluxus-aktionen ebenso wie von den politischen und ökologischen dimensionen seiner arbeiten inspiriert ist der künstler und komponist heiner goebbels. sein neuestes orchesterwerk »a house of call. my imaginary notebook« weist viele verbindungslinien zu den themen auf, die im werk von beuys eine große bedeutung haben: fremde stimmen aus zentralasien, georgien und iran tauchen in diesem »liederabend für orchester« ebenso auf wie die rituellen sprachformen von samuel beckett und heiner müller, die unmittelbar neben einem schamanistischen diskurs kolumbianischer indigener zu hören sind. wie in einem säkularen responsorium ist hier das ganze orchester aufgerufen, auf die rufe, sprechakte, gebete und inkantationen zu antworten. 

ensemble modern orchestra; vimbayi kaziboni (dirigent), heiner goebbels (lichtregie), norbert ommer (klangregie)

kompositionsauftrag von ensemble modern, berliner festspiele/musikfest berlin, elbphilharmonie hamburg, musica viva/bayerischer rundfunk, kölner philharmonie, wien modern/wiener konzerthaus und »beuys 2021«. 
ein projekt im rahmen von bthvn 2020. gefördert durch die beauftragte der bundesregierung für kultur und medien.

tonhalle düsseldorf
Event Partner Address
ehrenhof 1
40479 düsseldorf